Quarantäne EO

Personen, die mit infizierten Personen in engem, direktem Kontakt standen, werden unter Quarantäne gestellt, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen. Bitte beachten Sie, dass nur dann ein Anspruch auf Quarantäne EO geltend gemacht werden kann, wenn die Quarantäne ärztlich oder durch die Behörden angeordnet worden ist.

Eine freiwillige (Selbst-) Quarantäne begründet keinen Anspruch. Gleich verhält es sich bei besonders gefährdeten Personen. Diese gelten als nicht in Quarantäne im Sinne der COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall. Auch erkrankte Personen fallen nicht darunter, da diese über die Lohnfortzahlungspflicht und allfällige Taggeldansprüche bereits gedeckt sind.

In all diesen Fällen ist der Arbeitgeber verpflichtet, Lohnfortzahlungen zu leisten (Art. 10c Covid-19-Verordnung 2). Bei Lohnfortzahlung geht die Corona Erwerbsausfallentschädigung an den Arbeitgeber.

Inhaber von juristischen Personen (AG, GmbH) gelten im Sinne des AHVG als Arbeitnehmende (unselbständig Erwerbende).

 

Quarantäne Erwerbsausfallentschädigung für Arbeitnehmende

Für die meisten Arbeitnehmenden kommt die Lohnfortzahlung des Arbeitgebers gemäss Arbeitsrecht zum Tragen. Arbeitnehmende, die jedoch keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung haben, können für die Tage, an denen sie ihre Erwerbstätigkeit aufgrund der angeordneten Quarantäne unterbrechen mussten, auch selber eine Entschädigung geltend machen. Für die Corona Erwerbsausfallentschädigung ist die AHV-Ausgleichskasse ihres Arbeitgebers zuständig.

Können die Arbeiten im Homeoffice erledigt werden, besteht kein Anspruch auf Entschädigung aufgrund Quarantäne.

Anmeldeformular für Arbeitgeber

Anmeldeformular für Arbeitnehmer

 

Quarantäne Erwerbsausfallentschädigung für Selbständigerwerbende

Selbständigerwerbende haben bei angeordneter Quarantäne Anspruch auf eine Erwerbsausfallentschädigung, wenn sei ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen mussten. Basis für die Entschädigung ist das Erwerbseinkommen aufgrund der selbstständigen Erwerbstätigkeit im Jahr 2019.

Die Höhe des Taggeldes beträgt 80% des Erwerbseinkommens. Es werden keine Betriebs-, Betreuungs- oder Kinderzulagen ausgerichtet.

Anmeldeformular für Selbständigerwerbende

 

Allgemein gilt

  • Die Person muss obligatorisch bei der AHV versichert sein. Sie muss einer unselbständigen oder selbständigen Erwerbstätigkeit nachgehen.
  • Die Quarantäne muss ärztlich oder durch die Behörden verordnet worden sein.
  • Für die Entschädigung besteht kein Höchstalter.
  • Es gibt keine minimale Entschädigung, die maximale Entschädigung beträgt 196 Franken pro Tag.
  • Wenn die Erwerbstätigkeit von zu Hause aus möglich ist (z.B. Homeoffice), besteht kein Anspruch auf Entschädigung.
  • Der Anspruch beginnt, wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, frühestens ab 17.03.2020 und längstens für 10 Tage.
  • Kein Anspruch auf Entschädigung besteht, wenn die anspruchsberechtigte Person bereits Leistungen aus einer anderen Sozial- oder Privatversicherung (z.B. Arbeitslosenversicherung, Krankentaggelder etc.) bezieht.

 

Weitere Informationen

Merkblatt 2.13: Informationen für Arbeitgebende und Selbständigerwerbende im Zusammenhang mit dem Coronavirus

Merkblatt 6.03: Corona Erwerbsersatzentschädigung

Arbeitnehmende, die jedoch keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung haben, können für die Tage, an denen sie ihre Erwerbstätigkeit aufgrund der angeordneten Quarantäne unterbrechen mussten, auch selber eine Entschädigung geltend machen. Für die Corona Erwerbsausfallentschädigung ist die AHV-Ausgleichskasse ihres Arbeitgebers zuständig.