Kurzzeitarbeitslosigkeit

Kurzzeitarbeitslosigkeit-Entschädigungen (KAE) sind befristete Leistungen an die Arbeitgeber und dienen dazu, Arbeitsplätze zu erhalten. Sie werden aus der Arbeitslosenversicherung finanziert und durch die Arbeitslosenkassen ausgerichtet. Leistungsanträge für KAE sind an eine Arbeitslosenkasse im Kanton ihres Firmensitzes zu richten.

Bitte beachten Sie, dass Inhaber*innen von juristischen Gesellschaften (GmbH, AG) im Sinne des AHV-Gesetzes und des AVIG (Arbeitslosenversicherungsgesetz) als Arbeitnehmende gelten. Im Zuge der Abfederung der Massnahmen wurden die Leistungen der ALV verbessert. Neu können auch Betriebsinhaber und ihre mitarbeitenden Ehepartner Ansprüche an die ALV geltend machen. Ausserdem wurden die Karenzfristen für KAE reduziert. Weiter Auskünfte finden Sie in folgenden Quellen.

Merkblatt 2.13: Informationen für Arbeitgebende und Selbständigerwerbende im Zusammenhang mit dem Coronavirus

Amt für Wirtschaft und Arbeit: Kurzarbeitsentschädigung

Bitte richten Sie Ihre Anträge für Kurzzeitarbeitslosigkeits-Entschädigungen direkt an eine Arbeitslosenkasse.

 

Korrekte AHV-Abrechnung bei Kurzzeitarbeitslosigkeit

Die Entschädigungen für KAE werden an den Arbeitgeber ausgerichtet. Sie beträgt 80 % des Brutto-Lohnes für die Zeit, während der nicht gearbeitet werden kann. Zusätzlich zur KAE erhält er den Arbeitgeber-Anteil der AHV/IV/EO- und der ALV-Beiträge auf dem ursprünglichen Brutto-Lohn.

Der Arbeitgeber zahlt seinen Arbeitnehmenden den Lohn für die Zeit, während der gearbeitet wurde und die Entschädigung für KAE. Er zieht seinen Arbeitnehmenden die vollen Arbeitnehmeranteile für die AHV/IV/EO, ALV, Pensionskassenbeiträge und die anderen Sozialversicherungsbeiträge ab. Der Arbeitnehmer hat damit eine Einkommenseinbusse von max. 20% seines Brutto-Lohnes.

Der Arbeitgeber hat gegenüber den Sozialversicherungsträgern die vollen Beiträge (100% Basis) zu deklarieren und abzuliefern. Bei einer 100%igen Kurzzeitarbeitslosigkeit werden die Beiträge an AHV/IV/EO und ALV durch die Abzüge bei den Arbeitnehmenden und die zusätzliche Entschädigung der Arbeitslosenkasse vollständig gedeckt. Beim Arbeitgeber verbleiben die Verwaltungskosten an die AHV-Ausgleichskasse, die Arbeitgeber-Anteile an die Pensionskasse und die anderen Sozialversicherungen.

Für allfällige Fragen zur Abrechnung von Sozialversicherungsbeiträgen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.